Schule und Studium
Beton KUNST Projekt 2026
In der ersten Ferienwoche im Juli und Ende August 2026 wurde es wieder kreativ und konkret: In Dresden und in Aachen startete die fünfte Ausgabe des Beton-Kunst-Projekts im Rahmen des SFB/TRR 280. Kinder und Jugendliche tauchten gemeinsam mit Künstler:innen und Wissenschaftler:innen in die Welt des nachhaltigen Bauens ein – mit Beton als Material der Zukunft. Spielerisch und experimentierfreudig entstanden in interdisziplinären Werkstätten Ideen, Objekte und jede Menge Neugier für das Bauen von morgen.
Wir freuen uns auch dieses Jahr wieder, dieses spannende Ferienformat anbieten zu können – mit viel Engagement, Fantasie und Begeisterung für Wissenschaft und Gestaltung.

Dresden
Wenn Beton auf Kreativität trifft – Rückblick auf das Beton KUNST Projekt 2026
Forschend, formend, fantasievoll – vom 06. Juli bis 10. Juli 2026 wurde in Dresden wieder kräftig gemischt, gegossen und gestaltet. Bereits zum vierten Mal fand das Beton KUNST Projekt des Sonderforschungsbereichs/Transregio 280 der TU Dresden in Kooperation mit der Jugendkunstschule Dresden statt. 18 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren verbrachten eine kreative Sommerferienwoche, in der sie Beton aus völlig neuen Perspektiven kennengelernt haben – nicht nur als Baustoff, sondern als Material voller Möglichkeiten.
In drei verschiedenen Werkstätten auf Schloss Albrechtsberg erkundeten die jungen Schülerinnen und Schüler die Vielseitigkeit von Beton im Zusammenspiel mit Materialien wie Holz, Ton, Textilien oder Papier. Dabei wurde geforscht, experimentiert, modelliert, bemalt – und immer wieder auch gestaunt. Denn was auf den ersten Blick grau und schwer erscheint, kann in den richtigen Händen zu phantasievollen Dekorationsprojekten, Skulpturen oder kleinen Alltagsobjekten werden. Ergänzt wurde die kreative Werkstattarbeit durch eine geführte Wald-Exkursion bei der die Kinder erfuhren, welche genialen Konstruktionsprinzipien sich in der Natur verbergen: Wie schaffen es Grashalme, so stabil zu stehen? Warum fliegen Ahornsamen wie kleine Helikopter? Und wie funktioniert eigentlich das Springkraut? Dabei wurde auch thematisiert wie wichtig es ist aus der Natur zu lernen, um ressourcenschonender zu bauen.
Begleitet wurde das Projekt wie in den Vorjahren von einem interdisziplinären Team aus Künstler:innen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden der TU Dresden. Sie sorgten nicht nur für fachlichen Input und technischen Support, sondern auch für spannende Einblicke in aktuelle Forschungsfragen rund um Carbonbeton und nachhaltiges Bauen.
Ein besonderes Highlight war erneut die gemeinsame Ausstellung am Ende der Woche, bei der die Kinder ihren Familien stolz die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten – und ganz nebenbei zeigten, wie inspirierend die Verbindung von Kunst und Wissenschaft sein kann.
Das Projekt wurde gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und war für die Teilnehmenden kostenfrei.
Alter der Teilnehmenden: 8-14 Jahre
Ort: Schloss Albrechtsberg - Kunsthandwerkstatt, Keramikwerkstatt, li. Remise, re. Remise
Gebühr: kostenfrei - Förderung durch DFG
Kursleitung: Lisa Legain, Nadine Wölk, Naomi Bick und Andreas Eckardt
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen: Silke Scheerer, Josi Herfort, Jasmin Dräger, Lena Leicht, Lissy Flechsig, Silvia Reißig, Johann Sinner, Julius Scheel
Pädagogische Betreuung: Johanna Rehm
Begleitung Öffentlichkeitsarbeit: Stefan Gröschel
Termin: 06.07. bis 10.07.2026, jeweils von 10 bis 17 Uhr
Aachen
Beton, Mathematik und Mondgestein – Beton Kunst Projekt 2026
Die Kooperation der Werkwochen mit dem „Beton Kunst Projekt“ des SFB/TRR 280 hat sich inzwischen als festes Ferienangebot für Kinder und Jugendliche etabliert. Vom 24. bis 28. August konnten die Teilnehmenden kreativ mit Beton arbeiten und dabei Einblicke in verschiedene Gewerke sowie in die wissenschaftliche Arbeit an den beteiligten Instituten der RWTH Aachen gewinnen.
Gewerke an Institut
Am Vormittag erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die verschiedenen Gewerke der Technikerinnen am Institut für Massivbau – darunter Maschinenschlosserinnen, Elektronikerinnen, Industriemechanikerinnen und Betonbaumeister*innen.
Das Gewerk der Betonbaumeister*innen wurde von unserem Betontechniker Mike Güldenberg anhand eines kleinen Belastungsversuchs vorgestellt. Dabei durften die Kinder selbst mit anpacken und über eine Hydraulikpumpe die Belastung des Betonbalkens steuern. Gespannt beobachteten sie, wie der Balken schließlich bei einer Belastung von 700 Kilogramm brach.
Aus Mondgestein textile Fäden herstellen
Der Beitrag von Linda Cortes vom Textilinstitut der RWTH Aachen widmet sich bereits im zweiten Jahr dem Thema Mondgestein. In diesem Jahr präsentierte sie neue Forschungsergebnisse: Aus künstlich hergestelltem Mondgestein werden durch Erhitzen Fasern gewonnen. Diese könnten künftig möglicherweise als Dämm- oder Bewehrungsmaterial eingesetzt werden. Wir sind gespannt und freuen uns darauf, welche neuen Erkenntnisse Linda Cortes im nächsten Jahr mitbringen wird.
Beton und Kunst
Am Nachmittag ging es für die Teilnehmenden in die Praxis: Antonio Nunez und Nico Schneider unterstützten die Kinder dabei, Formen herzustellen, die anschließend mit Beton ausgegossen wurden. Besonders spannend war, dass bereits nach 24 Stunden ein sichtbares Ergebnis entstand.
Forschung und Handwerk
Diesmal wurde deutlich, dass nicht nur die Forschung selbst von Bedeutung ist, sondern auch Menschen gebraucht werden, die die Ideen der Forschenden umsetzen und erproben. Handwerk und Technik sind daher ein wichtiger Bestandteil der Universität.
Gefördert wurde das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Für die Kinder und Jugendlichen war die Teilnahme kostenfrei.
Alter der Teilnehmenden: 7-16 Jahre
Ort: Jugendbildungsstätte Rolleferberg, Rollefbachweg 64, 52078 Aachen
Gebühr: kostenfrei - Förderung durch DFG
Kursleitung: Antonio Nunez und Nico Schneider
Wissenschaftliche Mitarbeiter: innen: Linda Cortes Satizabal (ITA)
Technische Mitarbeiter: Mike Güldenberg
Pädagogische Betreuung: Teamer-Gruppe der Werkwochen
Begleitung Öffentlichkeitsarbeit: Angela Alvarez y Leal
Termin: 18.08. bis 22.08.2025, jeweils von 10 bis 16 Uhr


